Aushang an den Infotafeln:
Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren, ILEK
Pfaffenwaldring 7, 2. OG
70569 Stuttgart
BACHELOR | MASTER
Der Zement- und Betonsektor, der die Hälfte aller verwendeten Materialien verbraucht und ein Viertel aller Emissionen in der Branche verursacht, spielt eine entscheidende Rolle bei der Erfüllung des Pariser Abkommens und der Dekarbonisierung der Bauindustrie bis 2050. Dieses Ziel kann nur durch gemeinsames Handeln aller Beteiligten auf allen Ebenen, vom Zement über die Herstellung bis zum Bau, entlang der gesamten Wertschöpfungskette erreicht werden. Eine signifikante Verringerung des Betonverbrauchs in Bauelementen kann durch die Anwendung von Leichtbauprinzipien erzielt werden. Dabei entstehen filigrane, oft geometrisch komplexe Strukturen die mit Faserverbundfilamenten als Alternative zu herkömmlichen Stahlstäben bewehrt werden. Derzeit liegen nur experimentelle Ergebnisse dieser Systeme aus Zug- und Verbundversuchen vor. Um die Modellierung sowie die strukturelle Berechnung der komplex bewehrten Strukturen zu er[1]möglichen, ist es notwendig, die Modellierungsparameter zu ermitteln und einfache Simulationsmodelle herzuleiten. Digitale Modellierungstechniken, wie die Finite-Elemente-Analyse, bieten die Möglichkeit, das Verhalten der Faserverbundmaterialien unter verschiedenen Belastungsbedingungen zu simulieren und deren Interaktion mit dem umgebenden Beton zu untersuchen. Im Rahmen dieser Abschlussarbeit liegt der Fokus auf der numerischen Modellierung von Faserverbundsystemen in filigranen Betonstrukturen. Dabei sollen die mechanischen Eigenschaften der Faserverbundmaterialien sowie deren Verbundverhalten mit Beton untersucht werden. Schlussendlich sollen die Materialmodelle kalibriert und mit experimentellen Untersuchungen validiert werden. Als FE[1]Software wird mit dem Programm Abaqus gearbeitet. Eine ausreichende Zeit zur Einarbeitung wird gewährt.
Ansprechpartner:
Olga Miller M.Sc.
Tel: +49 (0)711 685 63794
E-Mail: olga.miller@ilek.uni-stuttgart.de
Der Zement- und Betonsektor, der die Hälfte aller verwendeten Materialien verbraucht und ein Viertel aller Emissionen in der Branche verursacht, spielt eine entscheidende Rolle bei der Erfüllung des Pariser Abkommens und der Dekarbonisierung der Bauindustrie bis 2050. Dieses Ziel kann nur durch gemeinsames Handeln aller Beteiligten auf allen Ebenen, vom Zement über die Herstellung bis zum Bau, entlang der gesamten Wertschöpfungskette erreicht werden. Eine signifikante Verringerung des Betonverbrauchs in Bauelementen kann durch die Anwendung von Leichtbauprinzipien erzielt werden. Dabei entstehen filigrane, oft geometrisch komplexe Strukturen die mit Faserverbundfilamenten als Alternative zu herkömmlichen Stahlstäben bewehrt werden.
Im Rahmen dieser Abschlussarbeit liegt der Fokus auf der experimentellen Untersuchung der Dauerhaftigkeit von Basaltfaserverbundbewehrung unter alkalischen Expositionsbedingungen sowie der Bestimmung der daraus resultierenden Resttragfähigkeiten. Auf Grundlage der gewonnenen Messdaten wird zudem ein digitales Analyse- und Prognosetool in Excel oder Python entwickelt, welches das zeit- und temperaturabhängige Degradationsverhalten abbildet und die experimentellen Ergebnisse modellbasiert validiert.
Arbeitsprogramm:
- Einarbeitung und Literaturrecherche
- Abgabe eines Abstracts der eigenen Arbeit mit Inhalt: Problem, Ziel und Methode
- Planung und Durchführung experimenteller Dauerhaftigkeitsprüfungen und Bestimmung der Resttragfähigkeiten
- Entwicklung eines digitalen Analyse- und Prognosetools in Excel oder Python
- Aufbereitung und Auswertung experimenteller Degradationsdaten
- Validierung des Tools anhand der experimentellen Ergebnisse
Ansprechpartnerin:
Olga Miller M.Sc.
Tel: +49 (0)711 685 63794
E-Mail: olga.miller@ilek.uni-stuttgart.de
BSc/MSc Project
The bridge stock in the Trans-European Transport Network (TEN-T) is aging and it has been estimated that approximately 40-50% of the bridges in Germany, Netherlands and Denmark and Portugal will soon approach the end of service (older than 40 years). In addition, given the increased traffic demand, most bridges built before 1980 typically experience significantly stronger solicitations than the loads they were designed to withstand.
External post-tensioning can be used effectively to improve the serviceability performance of a bridge and to delay or prevent the onset of damage (e.g., cracking) [1]. Since typical post-tensioning increases flexural stiffness, it has been successfully employed to reduce in-service deflections and vibrations of short-span bridges [1]. Post-tensioning has been primarily implemented using unbonded tendons that run through the bridge cross-section and are anchored at the bridge ends. The tendons can be straight or draped using deviators. In either case, the tension force from the external cables is applied eccentrically to the neutral axis of the bridge cross-section. The resulting system of forces induces a bending moment that counteracts the effect of the external load. However, conventional external post-tensioning systems can only be effective against one loading condition, which is usually the permanent load. In scenarios where the live load is commensurate with the dead load and strict criteria for safety and serviceability apply, e.g., for high-speed railway bridges, conventional post-tensioning does not perform optimally.
Previous work has shown that structural adaptation can be employed to significantly improve structural capacity through stress homogenization by redirecting the force flow from critically stressed elements to lower-stressed elements [2]–[4]. In addition, adaptation can be employed to improve serviceability performance by reducing deflections and vibrations[5], [6]. Most bridges typically retain a significant reserve capacity [7] that could be unlocked through optimal retrofitting of control systems (e.g., sensors, actuators, and processing units) thus avoiding costly decommission and replacement by extending their service life.
External adaptive tensioning (EAT) systems can be retrofitted to existing bridges and employed for the design of new bridges [8]. A type of external adaptive post-tensioning system that is well-suited for retrofitting on different bridge types comprises cables deviated by variable-length compressive struts that are fixed below the bridge deck, as shown in Figure 1. Linear actuators adjust the length of the structs, which changes the tension in the cables allowing manipulation of the bending moment as the load changes. Simulations have been carried out on high-speed railway bridges modeled with simply supported steel-composite beams. Active control performed by the EAT system enables satisfying required vertical acceleration limits without the need to increase flexural stiffness by adding more material [8].
This work will investigate several bridge configurations and evaluate the potential of active control through different actuation strategies including EAT. This research project comprises two main tasks:
- Evaluation of the adaptation potential of beam, frame, truss, arch, suspension and cable-stayed bridges. This task involves modeling and simulation to evaluate how the structural capacity and serviceability performance can be improved through different actuation systems.
- Development of actuation strategies to extend the service life of existing and new bridges by mitigating the effect of heavy crossing to reduce the cyclic stress range.
For short- to medium-span highway and railway bridges, the objective is to reduce vibrations and stresses caused by heavy loading to extend the service life by mitigating fatigue effects. The potential of adaptation on the performance of lightweight (e.g., pedestrian), as well as stiffness-dominated bridges including long-span cable-stay and suspension configurations, will also be considered. For new bridges, the objective is to improve the structural performance by reducing significantly material mass requirements and in parallel increasing the span.
Supervision
Dr. Eng. habil. Gennaro Senatore, gennaro.senatore@ilek.uni-stuttgart.de
Institute for Lightweight Structures and Conceptual Design (ILEK)
Supervision will be carried out in English.
Kontaktperson:
Dr.-Ing. Walter Haase
walter.haase@ilek.uni-stuttgart.de
MASTER
Nahezu 60 % des gesamten Abfallaufkommens in Deutschland entstammen dem Bausektor. Hieraus resultiert eine große Hebelwirkung des Bauwesens auf die Minimierung der Abfallmengen in der Umwelt. Rückbaubarkeit, Rezyklierbarkeit und Verwertungsfreundlichkeit von Bauteilen und Materialien am Ende der Nutzungsphase sind dabei Faktoren, die bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden müssen. Sie tragen nicht nur zur Schonung natürlicher Ressourcen bei, sondern stellen eine wichtige Stellschraube für die Kreislauffähigkeit der Gebäude dar. Insbesondere in der Fassadenplanung haben diese Aspekte daher das Potential, zum wichtigsten Entscheidungskriterium für die Wahl des Fassadentyps und somit für das Erscheinungsbild des Gebäudes zu werden. Damit der Gebäudebestand als wertvolle Materialquelle langfristig genutzt werden kann, bedarf es dokumentierter Rückbaukonzepte.
Das Ziel der Arbeit ist die Erstellung einer Rückbaumatrix (eines Katalogs der Rückbaukonzepte) für ausgewählte Fassadentypen.
Hierfür sollen zunächst die Grundlagen (Literaturrecherche, aktuelle Gesetzeslage, Normen) aufbereitet werden. Aufbauend wird mithilfe einer Parameterstudie unterschiedlicher Materialitäten und Fügungsarten eine Rückbaumatrix erstellt und für beispielhafte Fassadenaufbauten validiert. Im Rahmen der Validierung werden Sammelfraktionen definiert, die auf der Baustelle sortiert werden müssen, und Vorschläge zu den vorgesehenen Recyclingwegen der jeweiligen Stoffgruppen gegeben. Zur Zirkularitätsbewertung soll der DGNB-Zirkularitätsindex herangezogen werden. Besonderer Schwerpunkt der Betrachtung soll dabei auf die Demontagefähigkeit, die werkstoffliche Trennbarkeit und die Materialverwertung gelegt werden.
Um eine intensive Einbindung der Untersuchungen in die Planungspraxis zu ermöglichen, wird die Betreuung der Arbeit in Kooperation mit dem Planungsbüro Werner Sobek AG + Werner Sobek Green Technologies GmbH stattfinden.
Kontakt:
Dr.-Ing. Walter Haase (ILEK), walter.haase@ilek.uni-stuttgart.de
Dr.-Ing. Arch. Marzena Husser (Werner Sobek AG), marzena.husser@wernersobek.com
Im Rahmen dieser hochaktuellen Abschlussarbeit soll das Potenzial elektrochemischer Verfahren zur nachhaltigen Zementherstellung untersucht werden. Der Fokus liegt auf der Konzeption und dem Bau eines funktionsfähigen Miniatur-Prototyps zur elektrochemischen Zementproduktion sowie auf der Analyse des Karbonatisierungsverhaltens der hergestellten Zemente. Das Thema adressiert eine zentrale Herausforderung auf dem Weg zu CO₂-armen Baustoffen der Zukunft. Ziel der Arbeit ist es, ein praktisches Verständnis für elektrochemisch hergestellten Zement zu entwickeln und dessen Karbonatisierungskinetik zu erforschen – ein entscheidender Faktor für die langfristige Leistungsfähigkeit und Umweltbilanz.
Investigation on CO2 sequestration potential of lightweight concrete structures through long-term carbonation
Contact persons:
Dipl.-Arch. Daria Kovaleva daria.kovaleva@ilek.uni-stuttgart.de
Maximilian Nistler, M.Sc. maximilian.nistler@isw.uni-stuttgart.de