Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren (ILEK)

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etwas Institutsgeschichte ..

Die Wurzeln des heutigen Instituts für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren der Universität Stuttgart gründen am Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 1916 wurde Emil Mörsch auf den Lehrstuhl für Statik, Eisenbetonbau und gewölbte Brücken der TU Stuttgart berufen, wo er als einer der ersten in umfassender Weise die Grundlagen für die Theorie des Stahlbetons erarbeitete. Emil Mörsch und der Lehrstuhl an der Universität galten alsbald als führend in der Welt. Der Nachfolger von Emil Mörsch, Karl Deininger, führte dessen Arbeiten fort und entwickelte darüber hinaus grundlegende Beiträge zur Berechnung und zum Bau sehr hoher Schornsteine. Deiningers Nachfolger wiederum, Fritz Leonhardt, galt über viele Jahre hin als der weltweit führende Ingenieur im Bereich Stahlbeton und Spannbeton, sowie in den Bereichen Brückenbau und dem Bau von Türmen. Fritz Leonhardts Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt und fanden weltweit Verbreitung, genauso wie seine Vorlesungsskripte, die berühmten sogenannten "Roten Bücher".

Nach der Emeritierung von Fritz Leonhardt prägte Prof. Dr.-Ing. Jörg Schlaich für ein Vierteljahrhundert die weitere Entwicklung des Instituts auf grundlegende Art und Weise. Wesentliche Merkmale seiner Arbeit waren dabei die Einführung des werkstoffübergreifenden Bemessens und Konstruierens sowie, zusammen mit Werner Sobek, die Einführung des Entwerfens in die Ausbildung der Studierenden. Werner Sobek, Schüler von Jörg Schlaich, übernahm schließlich im Jahr 2001 dessen Nachfolge und die Leitung des damaligen Instituts für Konstruktion und Entwurf II, das er mit dem bereits seit 1995 von ihm geleiteten Institut für Leichte Flächentragwerke zum Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren verschmolz. Damit wurden erstmals seit zwei Jahrhunderten die Disziplinen Architektur und Tragwerkslehre wieder in einem Lehrstuhl zusammengefasst.

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