"Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) – Projektform FuE-Kooperationsprojekte

FoilTex

Entwicklung einer mehrlagigen und adaptiven textil- und folienbasierten Membranfassade für den privaten Hausbesitzer zur Reduktion des Energie- und Ressourcenverbrauchs um 90 %.

Im Rahmen des FoilTex Projektes soll eine mehrlagige adaptive textil- und folienbasierte Fassade entwickelt werden. Kennzeichnend für diese leichten innovativen Hüllen, im Vergleich zu herkömmlichen Fassaden, ist eine signifikante Reduktion der in den Fassadenkomponenten eingebundenen Masse und grauen Energie. Zudem zeichnen sich die Membranfassaden durch ihre herausragenden bauphysikalischen Eigenschaften und die inhärente Anpassbarkeit an veränderliche Umgebungsbedingungen und variierende Nutzeranforderungen aus.

Die Membranfassaden erfüllen eine Vielzahl an Funktionen und werden eine Anpassungsfähigkeit aufweisen. Um dies zu erreichen kommen im Lagenaufbau unterschiedlichste Komponenten und Werkstoffkombinationen zum Einsatz. Dabei wird der Aspekt der sortenreinen Trennbarkeit der verwendeten Stoffe beachtet. Durch das Prinzip der Mehrlagigkeit und der Funktionalisierung einzelner Lagen im Fassadenaufbau ist eine differenzierte Auslegung der Gebäudehülle entsprechend der jeweiligen Klima- und Innenraumanforderungen gegeben.

Die Anpassungsfähigkeit soll beispielsweise durch die Kontrolle des Licht- und Energiedurchgangs durch die Fassade, wie auch durch eine selektive und adaptiv gesteuerte Blendvermeidung umgesetzt werden. Zudem wird eine Flächenheizfunktionalität für den Innenraumbereich integriert werden.   

Es entstehen opake, transluzente und transparente Fassadenmodule, die gestalterisch anspruchsvoll sind, vor Witterung und Lärm schützen sowie eine behagliche Innenraumatmosphäre sicherstellen. Für das Einbinden der einzelnen Lagen, wird ein modulares, materialminimiertes Rahmenprofil entwickelt werden, das auch die nötige Infrastrukturführung der Aktorik zulässt. Zudem wird auch bei der Konzeption des Rahmenprofils auf eine Austauschbarkeit und Rückführbarkeit sämtlicher Systemkomponenten geachtet.

Das Forschungsprojekt ist für eine Dauer von 30 Monaten ausgelegt. Das ILEK arbeitet mit den Firmen Hölscher GmbH & Co. KG sowie Novavert GmbH & Co. KG im Vorhaben zusammen.

Dieses Bild zeigt Christina Eisenbarth
M.Sc.

Christina Eisenbarth

Akademische Mitarbeiterin

Dieses Bild zeigt Walter Haase
Dr.-Ing.

Walter Haase

Leitung Arbeitsgruppe "Leichtbau und Adaptive Systeme". Geschäftsführer Sonderforschungsbereich 1244

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